Karte von Mali„Deutschland darf sich an dieser Militärintervention in keinster Weise, auch nicht passiv durch Militärberater, beteiligen,“ erklärt Heike Hänsel anlässlich der heutigen UN-Sicherheitsratssitzung zu Mali. Die Vorsitzende des Unterausschusses Vereinte Nationen weiter:

„Der französische Militäreinsatz ist mehr als durchsichtig und dient der Sicherung seiner politischen und vor allem auf Rohstoffe konzentrierten Interessen in der ehemaligen Kolonialregion. Auch in Mali geht es nicht um Demokratie, sondern um die Sicherung der Nachbarregion Niger, in der Frankreich den Großteil seines Bedarfs an Uran abbaut. Der Norden Malis birgt weitere Uranvorkommen, ist aber auch reich an Bodenschätzen wie Öl, Gold und Phosphat.

Die französische Regierung hat ohne Einbindung der afrikanischen Organisationen, die sich um eine Lösung des Konfliktes bemühen, gehandelt, und dies birgt in dem ethnisch geteilten Land die Gefahr einer weiteren Eskalation. Schon jetzt sind laut Armeeangaben mehr als hundert Tote, darunter zahlreiche Regierungssoldaten, zu verzeichnen.

DIE LINKE fordert eine politische Lösung des Konfliktes, dazu gehört auch die Bekämpfung der Armut durch eine eigenständige Entwicklungsperspektive für Mali und ein Ende der neoliberalen EU-Handelspolitik, die große Teile der Bevölkerung, vor allem Kleinbauern, drangsaliert.“