Tübingen. Heike Hänsel sieht die Vereinbarung für Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC als ersten Schritt, den seit fünfzig Jahren andauernden bewaffneten Konflikt in Kolumbien beizulegen. Das sagte die Tübinger Bundestagsabgeordnete der Linken über die Ankündigung von Präsident Juan Manuel Santos, dass die Konfliktparteien erst vom Verhandlungstisch aufstehen wollten, wenn sie zu einem Abkommen gelangt seien. Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Vorsitzende des UN-Unterausschusses des Bundestags, hob hervor, dieses Abkommen solle nicht nur den Krieg beenden, sondern es werde auch eine neue, gerechtere Gesellschaft angestrebt. Die Bundesregierung müsse den jetzt von der kolumbianischen Regierung und den Rebellen der FARC vereinbarten Weg unter Vermittlung der Regierungen Norwegens, Venezuelas und Kubas unterstützen. Ein erster Schritt wäre, sich dafür einzusetzen, dass die FARC aus der europäischen Liste der terroristischen Organisationen entfernt wird.

Quelle:

Schwäbisches Tagblatt (Printausgabe) vom 4. September 2012