„Die Bundesregierung übernimmt zum zweiten Mal für einen Monat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat, dies bringt die große Verantwortung mit sich, der UN-Charta für eine Politik des Friedens ernsthaft Rechnung zu tragen. Statt für eine weitere Isolierung Syriens, wie von Außenminister Westerwelle angekündigt, sollte die Bundesregierung sich für eine politische Lösung mit allen Konfliktparteien und für die Einbeziehung aller Religionen und Ethnien der syrischen Zivilgesellschaft einsetzen,“ fordert Heike Hänsel anlässlich des am 1. September beginnenden Vorsitzes Deutschlands im UN-Sicherheitsrats. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Vorsitzende des UN-Ausschusses im Bundestag weiter:

„Die LINKE verurteilt die Gewalt der syrischen Regierung und der bewaffneten Opposition und lehnt eine militärische Intervention im Syrien-Konflikt ab. Statt auf eine weitere Eskalation des Konfliktes von außen zu setzen, muß die Logik des Krieges durchbrochen werden. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, die Vermittlungsbemühungen des neuen Syrien-Sondergesandten, Brahimi, zu unterstützen. Zudem muß sich die Bundesregierung innerhalb der EU für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge stark machen, dies wäre eine konkrete Hilfe für die Menschen in Syrien, die vor dem Krieg fliehen.“