„Die Regierungschefs der G20-Staaten sind in der Pflicht, endlich ernsthaft eine strenge Regulierung der Finanzmärkte zu beschließen“, so Heike Hänsel anlässlich des Treffens von Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel in Los Cabos. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Bereits auf der Frühjahrskonferenz von IWF und Weltbank, in deren Rahmen sich auch die G20 trafen, wurden die Forderungen nach Regulierung des Schattenbanksystems laut. Konkrete Lösungen wie der Finanztransaktionssteuer, und anderer Ideen zur Regulierung der Märkte, die uns in die jetzige Lage von Rezessionen und spürbarer Verschlechterung der Lebenssituationen wie in Griechenland gebracht haben, sind bisher jedoch nicht in Sicht. Von welcher Bedeutung allerdings die europäische Wirtschaftskrise für die komplette Weltgemeinschaft ist, verdeutlichte Oxfam, die vor Los Cabos berichteten, dass ein Auseinanderbrechen der Eurozone die ärmsten Länder der Welt 30 Milliarden Euro kosten würde.

Sollten die Institutionen der G20 weiterhin im Umgang mit der Krise versagen, wird auch Rio+20 erfolglos bleiben. Wir benötigen eine neue Weltwirtschaftsordnung der solidarischen Ökonomie statt des Profits. Ein ‚grüner Kapitalismus‘ wird die Krise verschärfen, allen voran die Hungerkrise, und weiterhin vielen Millionen Menschen das Leben kosten.“

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