„Der Hunger in Afrika kann nicht mit den Mitteln bekämpft werden, die die Armut mit hervorgebracht hat. Profitorientierte Marktöffnung produziert Hunger, statt ihn zu bekämpfen“, erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und Vorsitzende des Unterausschusses für Vereinte Nationen anlässlich der Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Morgen. Hänsel weiter:

„Wieder einmal verkauft die Bundeskanzlerin mit den G 8 das Konzept der Marktliberalisierung als Armutsbekämpfung und wirbt dafür, 50 Millionen Afrikaner aus der Armut zu befreien, indem private Investitionen gestärkt werden. Im Klartext heißt dies, dass weiterhin auf Freihandelspolitik und die Interessen deutscher Investoren gesetzt wird, wie schon in der Rohstoffstrategie der Bundesregierung ersichtlich ist, die von der Industrie formuliert wurde.
Wenn Frau Merkel wirklich Armut bekämpfen will, muss sie dafür sorgen, dass die Freihandelsabkommen gestoppt, die Spekulation mit Nahrungsmitteln beendet und die Finanzmärkte reguliert werden.“

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