Eine Delegation der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), mit dem Liedermacher Konstantin Wecker, der Bundestagsabgeordneten Heike Hänsel und Henning Zierock, Vorsitzender der GKF, hat an den gestrigen 1.Mai-Kundgebungen in Athen teilgenommen, um ihre Solidarität mit der griechischen Bevökerung Ausdruck zu verleihen.

„Die Hetze vieler Boulevard-Medien in Deutschland gegen die griechische Bevölkerung ist unerträglich, deshalb wollten wir ein Zeichen dagegen setzen“, so Konstantin Wecker. Gemeinsam mit Henning Zierock sang er ein Lied aus der Mauthausen-Kantate von Mikis Theodorakis im Athener Stadtteil Keseriani, im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für über 200 griechische Partisanen, die am 1.Mai 1944 von der deutschen Wehrmacht ermordet worden waren.

Heike Hänsel forderte auf der Gedenkveranstaltung ein soziales und solidarisches Europa, das ArbeitnehmerInnen nicht gegeneinander ausspielt. „Die deutsch-griechische Freundschaft muss gegen die Propaganda der Medien verteidigt werden und die Geschichte verpflichtet die deutsche Regierung die griechische Bevölkerung zu unterstützen statt zu demütigen“, sagte Zierock.

Hänsel kritisierte, dass bis heute keine Entschädigungsleistungen für Massaker wie in Keseriani, Distomo und Kalavritia erbracht worden seien. „Die aktuelle Politik der Verarmung in Griechenland und anderen Ländern führt zu einer Stärkung rechtsradikaler Parteien in ganz Europa, das muss verhindert werden“, so Hänsel.

Im Anschluß traf die Delegation den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis zu einem Meinungsaustausch über die aktuelle politische Situation und die Rolle der Kultur.

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