Zur Veranstaltung „Löhne rauf, Krise stoppen“ am 23. März im Ulmer Herrenkeller, kamen über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer. Christoph Dreher, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Maria Winkler, Bezirksgeschäftsführerin Ostwürttemberg von ver.di, Heike Hänsel, MdB und Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE im Bundestag debattierten über die aktuelle Tarifrunde und die Lohnentwicklung insgesamt.

Zunächst berichtet Maria Winkler von den derzeitigen Warnstreiks bei der SWU und davon, daß die Fahrer Leiharbeitnehmer bei Schwaben Mobil seien, was bedeutet, daß sie einen Stundenlohn von gerade einmal 10,40 Euro erhalten. Die Forderung liege bei 14.- Euro Stundenlohn. Am Mittwoch und Donnerstag ist die dritte und letzte Verhandlungsrunde, der Arbeitskampf kann theoretisch ab dem 23.4. beginnen. Christoph Dreher bezog sich in seiner Darstellung besonders auf die Tatsache, daß frisch ausgebildete Facharbeiter lediglich für ein Jahr beschäftigt und danach als Leiharbeiter eingestellt werden.

Heike Hänsel sagte den GewerkschafterInnen und ArbeitnehmerInnen dreierlei zu: Die Linke unterstützt den Arbeitskampf, wirbt in der Bevölkerung um Verständnis und hilft bei der Darstellung der Zusammenhänge.

„Die eigentlichen Sozialschmarotzer in diesem Land sind die Unternehmer, die ihren Beschäftigten so wenig zahlen, daß sie zusätzlich HartzIV beziehen müssen“, so Michael Schlecht. Er erläuterte den Zusammenhang zwischen den jahrelangen realen Lohnsenkungen in Deutschland und den verheerenden wirtschaftspolitischen Folgen, auch grenzüberschreitend.

Advertisements