Mit einem Blumengruß und einer Frauentags-Karte besuchte die Tübinger Linke heute vormittag zahlreiche Schlecker-Filialen in der Region. Auch andere Kreisverbände in Baden-Württemberg machen diese Aktion.

„Die vorwiegend weiblichen Beschäftigten brauchen öffentliche Solidarität“, sagte der Tübinger Kreisrat Bernhard Strasdeit. Rund 30.000 Arbeitsplätze stehen bundesweit auf dem Spiel und die Versorgung mit Geschäften in vielen Gemeinden im ländlichen Raum ist gefährdet. Es sei ein „Systemfehler“, so Strasdeit, dass der Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel immer nur auf dem Rücken von Verkäuferinnen und Beschäftigten mit Niedrigstlöhnen ausgetragen wird, während die Eigentümer der Einzelhandelsketten ihren privaten Reichtum mehren.

Im Deutschen Bundestag brachte DIE LINKE am Mittwoch einen Antrag ein mit Vorschlägen zur Rettung der Schlecker-Filialen. Die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel betonte, dass den Angestellten und ihren Vertretungen mehr Mitspracherecht im Insolvenzverfahren eingeräumt werden muss. Um Zeit für ein Rettungskonzept zu gewinnen, solle das Insolvenzgeld von drei auf sechs Monate verlängert werden und der milliardenschwere Firmeneigner solle sich mit seinem Privatvermögen an einem Zukunftskonzept beteiligen. „Staatliche Hilfsgelder müssen direkt bei den Beschäftigten ankommen“, so Hänsel.

  • Eine weitere Schließungswelle darf es nicht geben!
  • Schlecker muss auch als wichtiger Nahversorger erhalten bleiben!
  • Mitbestimmung der Beschäftigten stärken!
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