Die Linke sei offen, mit den anderen Bundestagsfraktionen einen Konsenskandidaten zu suchen, sagt die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel. Doch Angela Merkel will nur auf SPD und Grüne zugehen. „Das ist nicht akzeptabel. Sie will die über fünf Millionen Wähler der Linken außen vor lassen“, kritisiert Hänsel. Ihre Fraktion würde Joachim Gauck heute ebenso wenig wählen wie 2010. Einige seiner Positionen seien geradezu reaktionär.

Er befürworte den Afghanistan-Krieg ebenso wie Hartz IV, habe Thilo Sarrazin für seinen angeblichen Mut gelobt und die Occupy-Bewegung als albern verspottet. Neben der Nachfolgesuche müsse man jetzt die Verflechtung von Wirtschaft und Politik angehen, Parteispenden und Lobbyismus gesetzlich neu regeln, fordert Hänsel: „Das Hauptproblem liegt nicht in persönlichen Verfehlungen.“

Quelle: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Kreis-Politiker-hoffen-auf-einvernehmlichen-Kandidaten-_arid,163951.html

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