Interview mit der Bundestagsabgeordneten Heike Hänsel über die Streichung der Entwicklungshilfe für Nicaragua

Von Timm B. Schützhofer, amerika21.de

Die Bundesregierung erklärt zunehmend autoritäres Verhalten und Unregelmäßigkeiten seien die Gründe für weniger Entwicklungszusammenarbeit mit Nicaragua. Sind diese Begründungen aus Ihrer Sicht nachvollziehbar?

Nein, dies sind nur vorgeschobene Argumente. Die ganze Doppelmoral wird deutlich, wenn man den Blick nach Honduras wendet. Hier wird wissentlich von der Bundesregierung eine Regierung gestützt, die durch undemokratische Wahlen an die Macht kam. Die Wahlen wurden von einer Putsch-Regierung durchgeführt, unter deren Ägide allein in den letzten zwei Jahren über 1.000 politisch motivierte Menschenrechtsverletzungen verzeichnet wurden, darunter fast 50 politische Morde, viele davon an Journalisten. In keinem anderen Land der Welt wurden relativ zur Gesamtbevölkerung so viele Journalisten ermordet wie in den letzten Jahren in Honduras. Und was macht Niebel im Falle von Honduras? Er holte einen der Putschunterstützer der Friedrich-Naumann-Stiftung als Abteilungsleiter ins Entwicklungsministerium und intensivierte 2011 die Entwicklungshilfe für Honduras.

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http://amerika21.de/analyse/45530/nicaragua-wahlen

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