„Mehr als eine Milliarde Menschen hungern. Das ist die größte tagtägliche Tragödie dieses globalisierten Wirtschaftssystems“, so Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Welternährungstages am 16.10.2011. „Die Handelspolitik der Europäischen Union produziert Armut und Hunger in vielen Ländern des Südens und muss deshalb grundlegend neu und entwicklungsorientiert ausgerichtet werden. Die Spekulation mit Nahrungsmitteln muss verboten werden, denn es wird mit Menschenleben spekuliert.“

Niema Movassat, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ergänzt: „Agrarexportsubventionen, Nahrungsmittelspekulation, Landraub und Agrotreibstoffe sind mitverantwortlich für den Tod hundertausender Frauen, Männer, Kinder. Trotzdem bleibt die Bundesregierung in diesen Punkten untätig. Stattdessen macht sie weiterhin Interessenspolitik für die Agrar-, Finanz- und Nahrungsmittelbranche. Ohne die Bereitschaft zu strukturellen Veränderungen wird sich die Welternährungslage aber nicht verbessern. Wir fordern ein solidarisches Weltwirtschaftssystem statt Profitmaximierung auf Kosten der Schwächsten.“

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