Anlässlich der heutigen Aufnahme des Südsudans in die Vereinten Nationen unter deutschem Vorsitz des UN-Sicherheitsrats, erklärt Heike Hänsel, Vorsitzende des Unterausschusses für Vereinte Nationen und Globalisierung, die Aussenminister Westerwelle in New York begleitet:

„Die heutige Aufnahme des Südsudan wird begleitet von der Ungewissheit über eine friedliche Zukunft und vielen ungelösten Konflikten um Grenzen und Zugang zu Wasser und Land. Dies wird auch die UN-Militärmission nicht lösen. Dies erfordert Strategien der zivilen Konfliktlösungen und entwicklungspolitischen Massnahmen. Denn der Südsudan ist bitterarm. Die meisten Südsudanesen leben jenseits der Armutsgrenze und damit von weniger als 1 US-Dollar am Tag. Laut Welthungerhilfe sind 40 Prozent aller Kinder unterernährt. Mehr als 10 Prozent aller Kinder im Südsudan sterben, bevor sie fünf Jahre alt werden; fast 80 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten. Wenn die Bundesregierung es ernst meint mit der friedlichen Entwicklung des Südsudan, sollte Aussenminister Westerwelle in der heutigen Sicherheitsrat-Sitzung auf mehr zivile Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit setzen statt auf Militär und Unterstützung autoritärer Eliten wie die SPLA.“

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