Spanische Übersetzung / version en español

„Ich fordere Außenminister Westerwelle auf, sich in den Gesprächen mit der kolumbianischen Regierung für eine öffentliche Unterstützungserklärung von Präsident Santos für Menschenrechtsverteidiger einzusetzen. Präsident Santos hat zwar vieles angekündigt aber die konkrete Verbesserung der Situation bleibt bisher aus. Nach wie vor werden Menschenrechtsverteidiger ermordet, bedroht und auch durch Strafverfahren systematisch in ihrer Arbeit behindert“, so Heike Hänsel anlässlich des Kolumbien-Besuchs von Außenminister Westerwelle. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE, die an der Reise nach Kolumbien teilnimmt, weiter:

„Die Menschenrechtssituation in Kolumbien ist trotz anderslautender Informationen der kolumbianischen Regierung schlecht. Die jüngsten Morde an Menschenrechtsaktivisten, die sich vor allem um die lang erwartete Landrückgabe an Kleinbauern bemühten, müssen dringend aufgeklärt werden. Zivil-militärische Projekte dürfen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, z.B. ein Projekt in der Konfliktregion La Macarena, nicht länger unterstützt werden, da in Kolumbien auch die Armee für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist. Das EU-Freihandelsabkommen mit Kolumbien darf unter diesen Umständen ebenfalls nicht ratifiziert werden.“

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