Zur heutigen Abstimmung im Bundestag über einen Gesetzentwurf zur Präimplantationsdiagnostik erklärt Heike Hänsel, Tübinger Bundestagsabgeordnete für Die Linke:

„ich habe für ein generelles Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID)gestimmt, da die PID die Gefahr einer Einteilung in wertes und unwertes Leben in sich trägt. Dies ist mit Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ unvereinbar. Es gibt für mich aus ethischen Gründen Grenzen der technologischen und medizinischen Beherrschbarkeit menschlichen Lebens, die mit der PID überschritten werden. Sie öffnet das Tor zu einer Medizinischen Entwicklung an deren Ende auch die Möglichkeit eines makellosen, mit ausgewählten Genen erzeugten Embryos stehen kann. Dies würde menschliches Leben vollständig der Verwertungslogik unterstellen. Die PID birgt zudem die Gefahr von Fehldiagnosen, fehlgeschlagenen künstlichen Befruchtungen und weitergehenden medizinischen Komplikationen in sich, die auch große Risiken für die Frau darstellen. Die Möglichkeit, zukünftig „gesunde“ Embryonen auswählen zu können, wird ausserdem den sozialen Druck auf Eltern enorm erhöhen.

Die Linke und die gesamte Gesellschaft muss sich aktiv für eine Politik der Inklusion einsetzen, die alle Menschen, unabhängig von Beeinträchtigungen, Behinderungen, ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und niemanden sozial ausgrenzt.

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