„Wer Hunger ernsthaft bekämpfen will, muss das herrschende Weltwirtschaftssystem ändern“, erklärt Heike Hänsel anlässlich des morgigen Welternährungstags. „Freihandel und neoliberale Wirtschaftsstrukturen produzieren Hunger. Dazu gehören auch die Spekulation mit Nahrungsmitteln und der weltweite Aufkauf großer Landflächen zur Produktion von Agrokraftstoffen.“ Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Ernährungssouveränität der Entwicklungsländer, d.h. Produktion für den eigenen Markt statt für den Weltmarkt, und das Recht auf Nahrung müssen endlich durchgesetzt werden. Die aggressive Freihandelspolitik der EU gegenüber den Ländern des Südens verschärft die Nahrungsmittelsituation vor Ort zusätzlich. Deshalb setzt sich DIE LINKE für die Stärkung regionaler Märkte, die Entwicklung ländlicher Regionen und umfassende Landreformen ein. Wir wollen die Spekulation mit Nahrungsmitteln verbieten und die tödlichen Agrarexportsubventionen streichen.

Immer mehr Landflächen sind durch den Klimawandel von Überschwemmung und Verwüstung bedroht. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich für die Einrichtung eines Kompensationsfonds für die Länder des Südens einzusetzen. Dieser Fonds soll bis 2020 gemäß Berechnungen von Weltbank, UN-Gremien, Umwelt- und Entwicklungsverbänden auf jährlich 110 Milliarden Euro anwachsen. Die Bundesregierung beteiligt sich daran mit sieben Milliarden Euro.“

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