Zum Abschluß des UN-Millenniumgipfels in New York erklärt die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Heike Hänsel:

„Die Kanzlerin hat in New York eine schlechte Figur gemacht, da sie die Verantwortung für Armutsbekämpfung einseitig den Entwicklungsländern zugeschoben hat. Die Bundesregierung will sich damit aus der finanziellen Verantwortung stehlen und ganz offensiv deutschen Wirtschaftsinteressen den Vorrang geben, mit der Forderung nach mehr Markt und Freihandel. Durch den von den Industriestaaten verursachten Klimawandel ist Deutschland aber verpflichtet, deutlich mehr Geld zur Bekämpfung der Folgen in den Ländern des Südens zur Verfügung zu stellen. Dies zu ignorieren ist mehr als zynisch. Mit dieser Politik hat Deutschland im Sicherheitsrat nichts verloren.

Noch mehr Marktöffnung in Entwicklungsländern und Freihandel führen zu noch mehr Armut und verhindern Entwicklung. Das zeigen z.B. die ungehemmte Spekulation mit Nahrungsmitteln und die Überschwemmung afrikanischer Märkte mit europäischen Agrarexporten zu Dumpingpreisen. DIE LINKE fordert eine Abkehr von der neoliberalen Doktrin und die Entwicklung einer solidarischen, nicht-kapitalistischen Ökonomie, wie es bereits in einigen lateinamerikanischen Ländern versucht wird.“

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