Mit Erschütterung hat die Bundestagsfraktion DIE LINKE die Ermordung von Floribert Chebeya Bahizire am Mittwoch den 2. Juni zur Kenntnis genommen. Floribert wurde in seinem Auto erschossen. Er war 47 Jahre alt und hinterlässt Frau und Kinder. Mit Floribert verliert die Demokratische Republik Kongo einen ausgewiesenen Friedens- und Menschenrechtsaktivisten, der Gründer und Präsident der “Stimme der Stimmlosen” (VSV, La Voix des Sans-Voix pour les Droits de l’Homme en RDC) war.

Floribert Chebeya Bahizire war im Oktober 2008 zu einem Fachgespräch von der Bundesfraktion DIE LINKE in Berlin eingeladen worden und hatte seinerzeit über die Menschenrechtslage in der DR Kongo im Nord-Kivu berichtet. Seine Inhaftierung im letzten Jahr machte bereits deutlich, dass er eine gefährdete Person war. Trotzdem hat er sich weiter unbeirrt und mit großem persönlichen Mut für die Menschenrechte in der DR Kongo eingesetzt.

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE erwartet von den kongolesischen Behörden eine rückhaltlose Aufklärung des Verbrechens mit Unterstützung der Vereinten Nationen. Die Aufklärung dieses Verbrechens ist umso bedeutender, als in letzter Zeit offensichtlich gezielt wichtige Menschenrechtsaktivisten getötet werden.

Im Anhang finden Sie/findet ihr wichtige Informationen über Floribert Chebeya Bahizire und die Umstände seines Todes. Zudem finden Sie/findet ihr auch eine Eilaktion des ” L’Observatoire pour la protection des défenseurs des droits de l’Homme” mit einem Formulierungsvorschlag für die kongolesischen Behörden.

Anette Groth, Heike Hänsel, Niema Movassat

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