„Das kapitalistische Wirtschaftsmodell hat angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise versagt. Die Mehrheit der Menschen in Lateinamerika und Europa fordern neue solidarische Wirtschaftsbeziehungen, die eine menschenwürdige Entwicklung und ein „gutes Leben“ („buen vivir“) für alle im Einklang mit der Natur ermöglichen“, so Heike Hänsel anlässlich des heutigen Abschlusses des Alternativgipfels „Enlazando Alternativas“ in Madrid. Die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der Alternativgipfel war ein eindrucksvolles Zeichen der sozialen Bewegungen gegen die neoliberale Freihandelspolitik der Europäischen Union in Lateinamerika und auch hier in Europa.

Die zentralen Forderungen des Alternativgipfels am Vorabend des offiziellen Gipfels sind: ein Stopp der geplanten Freihandelsabkommen, die Untersuchung von systematischen Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und Mexico und die Verurteilung der dafür verantwortlichen Präsidenten Alvaro Uribe und Felipe Calderón. Für Empörung sorgte zudem die Teilnahme des illegitimen Präsidenten von Honduras, Porfirio Lobo, am offiziellen Gipfel. So wird im Nachhinein der Putsch in Honduras durch die Europäische Union legitimiert.

Die Forumsteilnehmer lehnten auch das aktuell ausgehandelte Rettungspaket für Griechenland ab und solidarisierten sich mit den Forderungen der griechischen Gewerkschaften nach einer Beteiligung der Banken an den Folgen der Krise.

Das zeitgleich tagende „Permanente Tribunal der Völker“ verurteilte die Unternehmenspraxis zahlreicher europäischer Konzerne in Lateinamerika und forderte, dass auch Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen vor dem Internationalen Strafgerichtshof verhandelt werden sollen.“

Morgen wird Hänsel an einem politischen Frühstück mit dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales in Madrid teilnehmen.

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