Pressemitteilung 26.10.2009

ExpoKolumbien: Hochglanzshow statt Menschenrechte

Anlässlich der heutigen Eröffnung der ExpoKolumbien im Schloss Charlottenburg, Berlin, erklärt die entwicklungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Heike Hänsel:

Das Image Kolumbiens soll durch diese Expo auf Hochglanz poliert werden, um Investitionen ins Land zu holen. Die Realität ist eine andere als die auf der Expo dargestellte: Kolumbien ist das Land mit den weltweit meisten politischen Morden an Gewerkschaftern und mit Millionen vertriebener Menschen durch industrielle Großprojekte und Ölpalmanbau. Die Expo ist daher kein Beitrag zu Entwicklung und zum Schutz der Menschenrechte in Kolumbien.

Es ist inakzeptabel, dass die staatlichen Entwicklungsorganisationen GTZ und Inwent Mitveranstalter der ExpoKolumbien sind. Dies wird DIE LINKE in einer parlamentarischen Initiative untersuchen lassen und sich an der Mahnwachen-Aktion verschiedener Menschenrechtsgruppen vor dem Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22-24, ab 19 Uhr beteiligen.

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