08.08.09

Begleitet wurde Monika Knoche von Alexander King, der die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel vertrat. Früher in der Woche schon waren die beiden deutschen Vertreter mit Zelayas »Kabinett im Widerstand« zu einer intensiven Beratung zusammengekommen. Bei diesem ersten Treffen in der Residenz eines Ministers in den Bergen nahe Tegucigalpa besprachen beide Seiten konkrete Schritte gegen die zunehmend aggressiv herrschende Putschregierung. Die Minister der geschassten Regierung hatten dabei dringend weitere Sanktionen gegen die Machthaber unter Führung des ehemaligen Parlamentspräsidenten Roberto Micheletti gefordert. »Wir dürfen aber nicht erlauben, dass diese Sanktionen die Ärmsten dieses Landes treffen«, merkte Carlos Orbin Montoya, Gastgeber und rechtmäßiger Direktor der Zentralamerikanischen Bank für Wirtschaftliche Integration in Honduras, an. Der Druck solle besonders dort verstärkt werden, wo es die Putschisten am meisten schmerzt – bei ihren wirtschaftlichen Interessen, fügte Fredis Cerrato, Staatssekretär für Industrie und Handel, hinzu. »Gemeinsam fordern wir deshalb unter anderem die Aussetzung der Handelspräferenzen der EU für Honduras und das Einfrieren finanzieller Hilfen, solange der legitime Präsident nicht wieder im Amt ist«, sagte Alexander King nach der Arbeitssitzung.

Quelle:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/153599.honduranischer-hilferuf-an-europa.html

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