13.07.2009

Es gibt Themen, bei denen kann Heike Hänsel schon einmal aus der Haut fahren. Der Freihandel ist so eins. Als der Bundestag im Mai 2007 über den G8-Gipfel in Heiligendamm debattierte, empörte sich die entwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in einer Kurzintervention über den Umgang mit den kritischen Stimmen zum Gipfel: „Es ist ein Unding, dass sich die G8-Staaten abschotten und den Protest nicht hören“, der gegen den Freihandel geäußert werde. Und so solidarisierte sich Hänsel während ihrer Rede kurzerhand mit den Demonstranten und ließ deren Transparente von ihren Fraktionsmitgliedern im Plenum hochhalten. „Sofort kamen die Saaldiener und wollten sie uns entreißen“, erinnert sich Hänsel: Eine ähnliche Szene spielte sich im März 2009 ab. Die Fraktionskollegen entrollen während der Debatte über den Nato-Gipfel Transparente und Fahnen. „Ein Zeichen des Friedens“, betont Heike Hänsel. „Mätzchen, die mit Parlamentarismus überhaupt nichts zu tun haben“, stellte Bundestagspräsident Norbert Lammert fest und erteilte einen Ordnungsruf. Wenige Wochen später beschloß der Bundestag, künftig „gröbliche Verletzungen der Ordnung“ stärker zu ahnden. Heike Hänsel ist es jedoch wichtig, mediale Aufmerksamkeit für ihre Themen zu bekommen.

Quelle:
http://www.bundestag.de/dasparlament/2009/29-30/MenschenMeinungen/25149298.html

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