22.01.2009

Liebe Beschäftigte des Tübinger Uniklinikums, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Eure Forderungen bei den aktuellen Tarifauseinandersetzungen unterstütze ich in vollem Umfang. Die Festgeldforderung von 350 Euro und 160 Euro für Azubis, Praktikanten und Praktikantinnen ist absolut gerechtfertigt, um die Preissteigerungen des letzten Jahres auszugleichen und die Spanne zwischen oberen und unteren Einkommensgruppen nicht noch weiter auseinanderdriften zulassen.

Gerade Beschäftigte in den unteren Einkommensgruppen sind besonders betroffen von hohen Energiepreisen und steigenden Lebenshaltungskosten. Wenn die Arbeitgeber auf diese Festgeldforderungen gleich mit Outsourcing dieser Bereiche drohen, zeigt dies exemplarisch, wie gering die Arbeit dieser Beschäftigten geschätzt wird.

Ich habe die gute und verantwortungsvolle Arbeit der Tübinger Klinikumsbeschäftigten persönlich kennengelernt, den täglichen anstrengenden Einsatz im Schichtwechsel, an Wochenenden und Feiertagen und erwarte, dass diese Arbeit ihre Wertschätzung erfährt – nicht nur ideell sondern auch materiell. Schließlich stehen die Unikliniken im Land finanziell gut da und können Millionen in neue Gebäude investieren, obwohl hier eigentlich das Land Baden-Württemberg in der Pflicht wäre, aber das genehmigt ja dafür lieber Milliardenbürgschaften an die Landesbank. Dieser Kreislauf von unten nach oben muß durchbrochen werden! Auch für das Tübinger Uniklinikum gilt: nicht nur in Beton investieren sondern vor allem in die Menschen!

Deshalb unterstütze ich Eure Forderungen und wünsche Euch Kraft, Ausdauer und Erfolg bei Euren aktuellen Tarifauseinandersetzungen.

Mit solidarischen Grüßen,
Heike Hänsel (MdB)

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