Pressemitteilung
23.09.2008

DIE LINKE Baden-Württemberg und die linken Bundestagsabgeordneten Karin Binder, Heike Hänsel und Ulrich Maurer wenden sich gegen die geplanten Schließungen der Telekom-Call-Center im Land und unterstützen die aktuellen Proteste der Beschäftigten an den verschiedenen Standorten.

In den Call-Centern der Telekom arbeiten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit. Mehrfach betroffen sind hier die Frauen, die in besonderer Weise auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angewiesen sind. Der aktuelle Vorschlag der Telekom, die Kolleginnen und Kollegen könnten z.B. nach Rottweil oder Stuttgart pendeln oder umziehen ist nicht akzeptabel. Ein Umzug oder eine tägliche zeitaufwändige Anfahrt an den Arbeitsplatz sind für die meisten schlichtweg nicht leistbar und kommen damit einer Kündigung durch die Hintertür gleich.

Betroffen sind in Baden-Württemberg etwa 1.500 Beschäftigte an den Standorten Mannheim, Heilbronn, Ulm, Konstanz, Freiburg und Karlsruhe. Die Telekom ist eines der größten deutschen Unternehmen und zu dreißig Prozent im Besitz der öffentlichen Hand. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

DIE LINKE fordert die Verantwortlichen bei der Telekom auf, den Schließungs-Beschluss zurückzunehmen und ihre internen Konzeptionen verantwortungsbewusst gegenüber den KollegInnen und gemeinsam mit ihnen zu überarbeiten. Die Landesregierung ist aufgefordert alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, die Arbeitsplätze der betroffenen KollegInnen zu sichern und sich für eine aus Sicht der Betroffenen akzeptable und einvernehmliche Lösung einzusetzen.

Der Kreisvorstand der LINKEN Heilbronn-Unterland schließt sich obiger Erklärung an und unterstützt den Kampf der 300 Kolleginnen und Kollegen am Standort Heilbronn, die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.

Advertisements