22.09.2008

Man könnte ihr auf irgendeinem internationalen Flughafen begegnen und auf Englisch mit ihr plaudern. Doch normalerweise lebt Zoya in Afghanistan im Untergrund. Sie gehört zur Frauenorganisation RAWA, die sich dort seit 30 Jahren für Frauenrechte und Demokratie einsetzt. Zoya ist ein Pseudonym, das die 30-Jährige aus Sicherheitsgründen gewählt hat. Wie RAWA fordert Zoya den Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan, „so früh wie möglich!“ Das berichtete Zoya am Freitagabend rund 50 Interessierten im Schlatterhaus. Sie war auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag und deren entwicklungspolitischer Sprecherin Heike Hänsel in Tübingen. RAWA bekommt aufgrund dieser kompromisslosen Position keinerlei offizielle Förderung und finanziert ihre Arbeit in Waisenhäusern, Schulen und Alphabetisierungskursen für Frauen allein über Spenden.

Quelle:
www.tagblatt.de/2637566

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