Pressemitteilung
4.9.08

Heike Hänsel unterstützt die Forderung des Kreisseniorenrats: Die Servicegebühr darf nicht kommen!

Der Bahnvorstand zeigt uns mal wieder, was es heißt, die Bahn „börsenfähig“ zu machen: Seit ihrer Privatisierung wird die Bahn immer teurer und kundenfeindlicher. Der Service hat ohnehin schon unter dem enormen Stellenabbau seit der Privatisierung gelitten. Jetzt soll die Kundenberatung auch noch mit einem Zuschlag belegt werden. Das ist ein weiterer Angriff auf jene Bahnkunden, die auf die Beratung angewiesen sind, nämlich die Seniorinnen und Senioren und sozial Schwachen. Auf diese Kunden legt die Bahn offenbar keinen Wert mehr. Der Servicezuschlag ist aber auch ein Angriff auf die Bahn-Angestellten, die solche Beratungsarbeit leisten. Ihre Arbeit soll offensichtlich wegrationalisiert werden.

Die Bahn stellt die Renditeerwartungen potenzieller Investoren nach dem Börsengang schon jetzt über das Interesse der Kunden. Das alles zu einem Moment, in dem die Bahn ordentliche Gewinne einfährt. Die Funktion der Bahn darf aber nicht darin liegen, möglichst viel Profit abzuwerfen. Die Bahn muss für alle da sein. Mobilität ist ein Menschenrecht und eine öffentliche Aufgabe. DIE LINKE lehnt deshalb den Börsengang der Bahn ab.

Ich finde es sehr gut, dass sich der Tübinger Kreisseniorenrat zu Wort meldet, und hoffe, dass sich ein solcher Protest noch an vielen weiteren Stellen regt. Ich wünsche Ihrem berechtigten Anliegen viel Erfolg und werde mich in Berlin auch selbst dafür einsetzen, dass der Servicezuschlag nicht eingeführt wird. DIE LINKE wird dieses Thema im Verkehrsausschuss zur Sprache bringen und deutlich Stellung beziehen. Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Servicezuschlag und der damit einher gehenden Tariferhöhung nicht zuzustimmen.

Advertisements