17. 06. 2008

Kleine Anfrage
der Abgeordneten Heike Hänsel, Monika Knoche, Sevim Dagdelen, Hüseyin-Kenan Aydin, Dr. Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Inge Höger, Alexander Ulrich und der Fraktion DIE LINKE.

Die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, besuchte auf ihrer Reise durch Lateinamerika vom 13. bis 20. Mai 2008 mit Ausnahme Brasiliens ausschließlich solche Länder, die sich nicht oder nur zaghaft an den neuen regionalen Integrationsprozessen, die sich gegenwärtig z. B. im Rahmen der Bolivarianischen Alternative (ALBA) vollziehen, beteiligen und in denen konservative Regierungen dem sozialen und demokratischen Aufbruch noch standhalten, der in vielen Ländern bereits zu einer Umwälzung der politischen Kräfteverhältnisse und zur Wahl linker Regierungen geführt hat. Insbesondere die dritte Etappe der Reise, Kolumbien, ist in Lateinamerika weitgehend diplomatisch isoliert. Die Kanzlerin lobte dennoch öffentlich die Arbeit der kolumbianischen Regierung. Von einer kritischen Erörterung der Menschenrechtssituation in Kolumbien im Rahmen des Besuchs wurde in den Medien indes nicht berichtet.

Anfrage (PDF)

Antwort (PDF)

Antwort in Spanisch / respuesta en espanol

Advertisements