Pressemitteilung
03.07.2008 – Wolfgang Gehrcke, Heike Hänsel
Wir freuen uns für Ingrid Betancourt – jetzt Wege zum Frieden eröffnen

„Mit großer Erleichterung habe ich die Nachricht aufgenommen, dass Ingrid Betancourt in Freiheit ist. Ich hoffe, dass diese erfolgreiche Geiselbefreiung die kolumbianische Regierung und Armee nicht darin bestärkt, weiter auf eine militärische Lösung des Konflikts mit der Guerilla zu setzen, sondern dass sie zum Anlass genommen wird, jetzt einen breit angelegten Verhandlungsprozess für einen humanitären Gefangenenaustausch und eine friedliche Lösung der politischen und zugrundeliegenden sozialen Konflikte in Gang zu setzen“, so Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Befreiung der französisch-kolumbianischen Politikerin.

Wolfgang Gehrcke, Sprecher für internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE appelliert: „Wir rufen die Regierung Uribe und auch die FARC auf, unmissverständlich die Bereitschaft zu Friedensverhandlungen zu signalisieren. Friedensverhandlungen war immer Ziel unserer Politik und unserer konkreten Handlung. Von der FARC erwarte ich, jetzt alle Geiseln frei zu lassen. Die Regierung Uribe wäre gut beraten, auch ihrerseits gefangen genommene FARC-Rebellen, die ebenfalls seit Jahren inhaftiert sind, frei zu lassen.

Die Vereinten Nationen sind aufgerufen, Initiativen zur Beendigung des Bürgerkrieges zu ergreifen, die unter Vermittlung der VN zustande gekommenen Friedensabkommen in Guatemala und El Salvador könnten eine geeignete Grundlage sein für eine Beendigung des Bürgerkrieges in Kolumbien. Die Waffen müssen endlich schweigen. Nur die zivile und demokratische Auseinandersetzung kann zu den notwendigen politischen und sozialen Veränderungen in Kolumbien führen.“

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