Sozialkonferenz in Tübingen am 20. April 2013

sozialkonferenz

Vollständiges Programm und Weitere Infos


Samstag, 30. März 2013, 13 Uhr, Stuttgart, Lautenschlagerstraße

Ostermarsch 2013: Zukunft braucht Frieden – auch in Syrien. Schluß mit der Kriegspolitik!

Aufruf zum Ostermarsch (PDF)


Samstag, 13. April 2013
bundesweiter: Aktionstag UmFAIRteilen


Sonntag, 14. April, 11:00 bis 13:00 Uhr, Esslingen, Kulturzentrum Dieselstrasse, Dieselstr. 26
Politische Matinée: Heike Hänsel: Krieg und Frieden im Nahen Osten

Am späten Sonntagvormittag in der angenehmen Atmosphäre des Kulturzentrums Dieselstraße – bei Sekt, Kaffee und Butterbrezeln.

Ein Krieg gegen Syrien findet bereits statt. Zusätzlich droht die israelische Regierung Iran offen mit einem Angriffskrieg. Aber auch die USA und die EU beschwören einen Krieg mit dem Iran geradezu herauf. Hierzu gehören die Entsendung zusätzlicher US-Kriegsschiffe in die Golfregion. Die Kriege im Irak, Afghanistan und Mali gehen ihren geregelten Gang.

In dieser gespannten Situation müsste jede Chance zu Kommunikation und zur Suche nach Kompromissen benutzt werden. Unsere Regierung setzt jedoch auf Konfrontation. Sie unterstützt und betreibt Waffenexporte in bisher nicht gekannten Ausmaßen: Panzer und Militärfahrzeuge an die Diktaturen der diversen Ölscheichtümer, Waffenfabriken an die feudal-klerikalen Fanatiker Saudi-Arabiens, Atomwaffenfähige U-Boote an den kriegslüsternen Bibi Netanjahu. Und jeder Anlass wird ergriffen, um noch einen – grundgesetzwidrigen – Auslandseinsatz der Bundeswehr zu rechtfertigen.

Die aktuelle Situation erinnert an den Vorabend des Krieges gegen den Irak. Damals dienten Vorwürfe über angebliche Massenvernichtungswaffen als Vorwand für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. All diese Vorwürfe haben sich im Nachhinein als Lügen herausgestellt. Kriegslügen wie im Fall des Irak gehören aber zu jeder Kriegsvorbereitung. Sie sind ein Teil des Krieges.

Was sind die Ursachen für die Spannungen? Wie können wir auf diese Lage reagieren? Was kann die Friedensbewegung tun? Wie können wir uns besser informieren? Heike Hänsel ist seit über 25 Jahren in der Friedensbewegung, bei Attac und in der Kulturarbeit für den Frieden aktiv. Sie ist Abgeordnete im Deutschen Bundestag und entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion der LINKEN.

Über Fragen von Krieg und Frieden, von Leben und Tod, werden wir mit Heike Hänsel bei dieser Politischen Matinée reden und diskutieren.


Samstag, 20. April 2013, 11:00 bis 19:00 Uhr, Tübingen, Schulmensa Uhlandstraße, Uhlandstr. 20, 72072 Tübingen
Konferenz: «Wann, wenn nicht jetzt?! Wer, wenn nicht wir?!» Strategien für ein Gutes Leben für alle, gegen Sozialkahlschlag und Repression

Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit „Fraktion vor Ort“ und Heike Hänsel MdB

Nicht erst seit der rot-grünen „Agenda 2010“ erhöhen Banken, Konzerne und die mächtigen Wirtschaftsinteressen verbundene Politik den Druck auf abhängig Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner, Kranke und Menschen mit Behinderungen. Immer größere Teile von Lohn und Gehalt müssen für alltägliche Bedürfnisse ausgegeben werden. Eine bezahlbare gute Wohnung zu finden ist längst Glückssache. Durch Privatisierung und (Luxus-) Sanierung werden gewachsene Quartiere zerstört, preiswerter Wohnraum vernichtet. Öffentliche Güter werden verschleudert, aber Spekulanten und Finanzindustrie mit Milliarden von Steuergeldern ‚gerettet‘. So kann und darf es nicht weitergehen. Die Soziale Frage ist wieder da: Wie sehen sozial gerechte Lösungen aus, die der Mehrheit der Menschen dienen? Welche konkreten Strategien und Konzepte werden in Tübingen und der Region entwickelt? Und wie kann die Mehrheit ihre Interessen wieder artikulieren und durchsetzen?

Programm

Samstag , 20. April 2013

11:00–11:15 Begrüßung

11:15–12:30 Vortrag „Armut in einem reichen Land“Professor Dr, Christoph Butterwegge Christoph Butterwegge ist Autor mehrerer Fachbücher zum Thema Armutsforschung, ein profilierter Kritiker der herrschenden Sozial- und Wirtschaftspolitik und lehrt am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln.

12:30–13:30 Diskussion

13:30–14:30 Mittagspause

14:30–16:30 Workshops

Workshop 1: Gute? Schlechte? Keine? Arbeit

Christiana Frank ( ver.di Bezirk Stuttgart), Peter langos ( Arbeiterbildung Reutlingen)

Reguläre tarifliche Arbeitsverhältnisse erodieren, die prekäre Beschäftigung boomt, Erwerbslose werden dank Hartz lV in Beschäftigungsmaßnahmen in einem Parallelarbeitssektor auf Trab gehalten. Wir möchten die Folgen der skandalösen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als Folge der Agenda 2010 in der Region aufzeigen und diskutieren, wie gemeinsame Kämpfe um Gute Arbeit erfolgreich sein können.

Workshop 2: Menschenwürdiger Wohnraum für alle

Ingo Riethmüller, Jan Bleckert ( Mietshäuser Syndikat), Jens Rueggeberg ( DMB/Mieterverein Stuttgart und Umgebung e.V.)

Wohnungen für alle — über den Markt hat das noch nie funktioniert. Die Mieten müssen so notwendig immer weiter steigen und füttern Privateigentum und Banken. Angeboten wird vor allem teurer Wohnraum. Die Interessen und Bedürfnisse Armer und Behinderter werden ignoriert, soweit sie sich nicht profitabel kapitalisieren lassen. Öffentliche Bestände werden „vermarktet“. Sozialcharten und -bindungen sind Pflästerchen, um nichts zu ändern. Es ist Zeit, grundsätzlich zu werden. Über den Tellerrand von Medien und Wirtschaft, über die Fetische Markt und Privateigentum hinaus gilt es, Zusammenhänge und mögliche Alternativen aufzuzeigen, den eigenen Denk- und Handlungsraum zu erweitern.

Workshop 3: Alles wird teuerer

Karin Binder ( MdB DIE LINKE, Obfrau im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Gruppe ZAK 3 (Tübingen)

Auch die Verbraucherpreise für Güter der öffentlichen Daseinsvorsorge steigen immer weiter. Welche Konzepte gibt es auf politischer und individueller Ebene, um dem entgegen zu wirken? Wie sieht eine linke Verkehrs- und Energiepolitik aus?

Workshop 4: Gegenöffentlichkeit und Gegenwehr

Tobias Kaphegyi ( DGB AK Tübingen), Thomas Trüten ( Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit)

Wie gelingt es linker Politik heute, eigene Themen zu setzen und die Interessen von abhängig Beschäftigten, sozialen Bewegungen und Initiativen zu artikulieren? Welche Rolle spielt die Systemkrise für Inhalte und Formen von sozialem Protest? Wie müssen Streik, Protest und Gegenwehr in den Betrieben und in der Gesellschaft organisiert werden?

16:30–17:00 Pause

17:00–17:30 Präsentationen der Ergebnisse aus den Workshops

17:30-19:00 Abendpodium mit Christina Frank, Karin Binder, Thomas Trüten, u.A.

Moderation: Heike Hänsel MdB DIE LINKE

Ein vegetarischer und veganer Imbiss sowie heiße und kalte Getränke werden gestellt,

Um Anmeldung per E-Mail oder Telefon wird bis zum 18. April 2013 gebeten

Während der Veranstaltung wird eine Kinderbetreuung angeboten. Eine vorherige Anmeldung hierfür ist zwar nicht obligatorisch, würde aber die Organisation erleichtern. Bitte kontaktieren Sie uns bis 19.04. unter: heike.haensel@wk.bundestag.de oder Telefon 07071 208810.

Flyer als pdf: 2013-04-20 Konferenz Flyer


Montag, 29. April 2013, Tübingen
Kommunalpolitische Veranstaltung mit Manfred Sohn


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